
Guten Morgen zum UPDATE #318 von BASIC thinking. Heute wichtig: Elektroautos im Wintertest, Bundesregierung beschließt Maßnahmen gegen Temu und die China-KI DeepSeek im Datenschutz-Check.
GOOD NEWS ☀️
Umweltfreundlicher Asphalt aus Pilzen
Klassischer Asphalt besteht aus Gesteinskörnern, die von Bitumen zusammengehalten werden. Da dieses Bindemittel aus Erdöl hergestellt wird, schadet es der Umwelt. Das dänische Start-up Visibuilt hat jedoch eine umweltfreundliche Alternative entwickelt: Einen Öko-Asphalt aus Pilzen. Forscher des Unternehmens haben dazu Myzel extrahiert und aus diesen fadenförmigen Pilz-Zellen ein biologisches Bindemittel hergestellt. visibuilt.com
GREEN 🌱
Reichweite-Test: So schlagen sich Elektroautos im Winter
Der Winter stellt für Elektroautos aufgrund ihrer kälteempfindlichen Batterien eine Herausforderung dar. Doch wie gut schlagen sie sich in der kalten Jahreszeit auf der Autobahn? Diese Frage hat sich auch der ADAC gestellt. Der Automobilclub hat die Reichweite von 25 Modellen bei einer simulierten Autobahnfahrt von München nach Berlin im Testlabor bei null Grad Celsius unter die Lupe genommen. Zuvor wurde die Strecke bei einer Realfahrt aufgezeichnet – Steigungen, Gefälle und realistisches Verkehrsgeschehen konnten dadurch nachgeahmt werden. Alle Fahrzeuge fuhren die Strecke also unter den exakt gleichen Bedingungen. Das Ergebnis: Nur eines konnte die Fahrt bei winterlichen Bedingungen ohne Ladestopp zurücklegen. Der Mercedes EQS erreichte Berlin mit einer Restreichweite von 18 Kilometern. Mit nur einem Stopp schafften es insgesamt sieben Modelle, darunter der Lucid Air und der Porsche Taycan. Neun E-Autos brauchten hingegen zwei Stopps und bei den restlichen acht waren es sogar drei. Wir haben uns den Test genauer angeschaut.
TECH 🤖
Datenschutz: DeepSeek scheint es an “ziemlich allem zu fehlen”
DeepSeek hat die KI-Branche in Aufruhr versetzt. Die China-KI soll mit ChatGPT mithalten können, gleichzeitig aber deutlich günstiger und energieeffizienter sein. Das Thema Datenschutz scheint den DeepSeek-Entwicklern jedoch herzlich egal gewesen zu sein. Nur wenige Tage nach der Veröffentlichung hat das israelisch-amerikanische Sicherheitsunternehmen Wiz ein riesiges Datenleck aufgedeckt. Über eine Million Daten wie Chatprotokolle und Software-Schlüssel seien frei im Netz zugänglich gewesen. Nun wollen deutsche Datenschutzbehörden DeepSeek unter die Lupe nehmen. Der rheinland-pfälzische Datenschutzbeauftragte Dieter Kugelmann dazu: "Es scheint bei DeepSeek datenschutzrechtlich an so ziemlich allem zu fehlen. Wir prüfen nun, was man machen kann." Laut den Datenschutzrichtlinien von DeepSeek erfasst die App Daten wie Gerätemodell, Betriebssystem, Tastenanschlagmuster oder -rhythmen, IP-Adresse und Systemsprache. Laut DSGVO ist in Europa nur ein Datenaustausch mit Ländern erlaubt, die ein ähnliches Schutzniveau wie die EU garantieren. Um einen Datenaustausch zwischen China und der Europäischen Union auf einer rechtlich sicheren Ebene zu gewährleisten, gibt es jedoch kein Abkommen. Mehrere deutsche Datenschutzbehörden wollen nun gemeinsam beraten, welche Schritte sie in die Wege leiten. Aller Voraussicht nach wird DeepSeek zunächst in Form eines Fragebogens zur Datenverarbeitung um Stellungnahme gebeten. Zum kompletten Artikel.
HEADLINE BUZZ ⚡️
Die wichtigsten News des Tages
Sammelklage gegen Amazon wegen Prime-Werbung: Rund 83.000 Menschen haben sich bereits einer Sammelklage gegen Amazon angeschlossen. Das Unternehmen hat Anfang 2024 auf seinem Dienst Prime Video ohne Zustimmung zusätzliche Werbung geschaltet sowie die Bild- sowie Tonqualität runtergeschraubt. Das Klageregister ist weiterhin geöffnet. verbraucherzentrale-sachsen.de
Maßnahmen gegen Temu und Shein wegen Paketflut: Die Bundesregierung hat einen Aktionsplan gegen Temu und Shein verabschiedet. Der Grund: Die Billig-Plattformen aus China würden Zölle umgehen und gefährliche Produkte nach Europa bringen. Wir haben die Maßnahmen genauer unter die Lupe genommen. basicthinking.de
USA erwägen Exportbann wegen China-KI: Die rasante KI-Entwicklung in China schockiert derzeit die USA. In Washington überlegt man nun, wie sich der Siegeszug von DeepSeek und Co. bremsen lässt. Die erste Idee: Schärfere Exportregeln für KI-Chips – allen voran von Nvidia. spiegel.de
900 Euro für Smart Meter in der Kritik: Seit diesem Jahr haben Verbraucher das Recht, sich von ihrem Netzbetreiber ein Smart Meter einbauen zu lassen. Die Gebühren dafür müssen angemessen sein. Das Gesetz „vermutet“ eine Angemessenheit, wenn der Betrag bei maximal 30 Euro liegt. Während einige Anbieter das ähnlich sehen, verlangen andere bis zu 890 Euro. Die Verbraucherzentral will dagegen vorgehen. vzbv.de
MONEY 💰
Greenwashing: CO2-Zertifikate nützen dem Klima kaum
Wer die Emissionen eines Fluges über einen CO2-Aufschlag für ein Klimaschutzprojekt vermeintlich kompensiert, hat oftmals ein besseres Gewissen. Im Rahmen einer Metastudie haben Forscher nun jedoch 14 Studien über insgesamt 2.346 Klimaschutzprojekte sowie 51 Studien über ähnliche Maßnahmen, die keine Klimagutschriften angeboten haben, analysiert. Das ernüchternde Ergebnis: CO2-Zertifikate nützen dem Klima offenbar weniger als bislang angenommen. Die Untersuchung deckt rund ein Fünftel der bis dato weltweit verkauften Zertifikate ab. Den Ergebnissen zufolge hätten jedoch gerade einmal 16 Prozent zu einer wirklich messbaren Emissionsreduzierung geführt. Viele Projekte wären laut den Wissenschaftlern auch ohne Zertifikatsausgaben umgesetzt worden, da diese keinen zusätzlichen Klimaschutz bedeutet hätten. Den Studienergebnissen zufolge bestünde die Gefahr von Greenwashing. Unternehmen könnten CO2-Zertifikate ohne nennenswerte Wirkung nutzen, um klimafreundlich zu wirken und dadurch wirtschaftlich besser dazustehen. Alle Hintergründe findest du hier.
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Die Frage der Woche

Die Auswertung der letzten Frage der Woche
Und hier die neue Frage der Woche: Fährst du einen Verbrenner (Diesel oder Benziner), ein E-Auto oder ein Hybridauto? Antworte uns einfach auf diese E-Mail, wir sind gespannt auf die Antworten der UPDATE-Community! Nächste Woche präsentieren wir die Ergebnisse hier.


