Guten Morgen zum UPDATE #486 von BASIC thinking. Heute wichtig: Solarspitzengesetz mit Änderungen für Photovoltaik-Besitzer, Twitter verklagt weitere Unternehmen wegen des Werbeboykotts und wer KI im Unternehmen nutzt, braucht nun gewisse Kompetenzen.

GOOD NEWS ☀️
Carsharing: Ein Fahrzeug ersetzt 18 Privatautos

Laut einer aktuellen Studie aus der Schweiz ersetzt ein Carsharing-Fahrzeug im Schnitt 18 Privatautos. In Großstädten ist die Quote demnach sogar noch höher. Die gemeinschaftliche Nutzung einer oder mehrerer Fahrzeuge sei demnach die umweltfreundlichste Art und Weise Auto zu fahren. mobility.ch

GREEN 🌱
Solarspitzengesetz: Neue Einspeisevergütung und Anspruch auf intelligenten Stromzähler

Adobe Stock / Lightfield Studios

Der Bundestag hat das neue „Solarspitzengesetz“ beschlossen. Damit gehen für Photovoltaik-Betreiber einige Änderungen einher. Laut Gesetz fällt die Einspeisevergütung künftig unter bestimmten Vorraussetzungen weg. Wer eine Solaranlage besitzt, erhält etwa keine EEG-Vergütung mehr, wenn Strom eingespeist wird, während die Preise an der Strombörse negativ sind. PV-Betreiber sollen dafür länger von der Einspeisevergütung profitieren. Laut Bundesverband Solarwirtschaft halten sich die finanziellen Nachteile dadurch in Grenzen. Eine „intelligente Nutzung und Zwischenspeicherung des selbst erzeugten Solarstroms zu Zeiten negativer Strompreise“ würde sogar wirtschaftlich von Vorteil sein. Denn: Wer eine Solaranlage besitzt, könne dazu beitragen, Stromspitzen sowie negative Strompreise zu vermeiden. Das wiederum senke die Kosten für die Energiewende. Seit Anfang 2025 haben Verbraucher deshalb einen Anspruch auf einen intelligenten Stromzähler. Für PV-Anlagen mit einer Leistung von sieben Kilowatt-Peak wird dieser zur Pflicht. Hintergrund: Über diese sogenannten Smart Meter sollen Netzbetreiber die Stromerzeugung besser steuern und erneuerbare Energien verstärkt für die Systemsicherheit nutzen können. Wir haben uns das Gesetz genauer angeschaut.

HEADLINE BUZZ ⚡️
Die wichtigsten Headlines des Tages

Erste App mit Ü18-Inhalten für das iPhone – Apple stinksauer: Über einen alternativen App-Store ist seit 18 Jahren erstmals eine App mit Ü18-Inhalten für das iPhone erhältlich. Hintergrund: Der Digital Markets Act (DMA) schreibt vor, dass Apple innerhalb der EU alternative Marktplätze zulassen muss. Ziel ist eine Begrenzung der Marktmacht der großen Digitalunternehmen. Der iPhone-Konzern ist bezüglich der Inhalte jedoch „zutiefst besorgt über die Sicherheitsrisiken". n-tv.de

Twitter verklagt weitere Unternehmen wegen Werbeboykott: Seit der Twitter-Übernahme durch Elon Musk haben sich zahlreiche Werbekunden von der Plattform, die mittlerweile X heißt, zurückgezogen. Da Musk einen organisierten Boykott wittert, hat er zahlreiche Unternehmen verklagt. Eine Klageerweiterung betrifft nun unter anderem auch Nestlé, Lego und Pinterest. basicthinking.de

El Salvador schafft Bitcoin als Währung ab: El Salvador war das erste Land, das den Bitcoin zur offiziellen Währung machte – zusätzlich zum US-Dollar. Hintergrund für die Wiederabschaffung ist eine Voraussetzung des Internationalen Währungsfonds, um an einen Kredit in Höhe von 1,4 Millionen US-Dollar zu kommen. Wer seine Reise schon gebucht hat, um in El Salvador ein Bier mit Bitcoin zu zahlen, kann sich aber zurücklehnen: Die Kryptowährung bleibt “gesetzliches Zahlungsmittel”. golem.de

Kritik an Microsoft wegen Outlook-Update: Microsoft hat vor rund einem Jahr eine neue Outlook-Version veröffentlicht. Seitdem bewirbt das Unternehmen sein neues E-Mailprogramm massiv. Mittlerweile sorgt das Update jedoch für immer mehr Irritationen. Die Kritik: Fehlende Funktionen, eine lahmende Oberfläche und Bedenken in puncto Datenschutz. spiegel.de

TECH 🤖
Wer KI im Unternehmen nutzt, braucht nun gewisse Kompetenzen

Nach einer Übergangsphase gelten seit dem 2. Februar 2025 neue Vorschriften des AI Acts. KI-Systeme mit „unannehmbarem“ Risiko sind demnach ab sofort verboten. Darunter fallen unter anderem sogenannte Social-Scoring-Anwendungen, die das Sozialverhalten von Menschen überwachen. Bislang kamen solche System in der EU zwar nicht zum Einsatz, allerdings soll der AI Act sicherstellen, dass das auch so bleibt. Neben weiteren Einschränkungen wie einem Verbot von Echtzeitüberwachung im öffentlichen Raum ohne richterlichen Beschluss, gehen mit dem KI-Gesetz nun jedoch auch einige Verpflichtungen einher. Demnach dürfen Beschäftigte KI nur dann im Unternehmen nutzen, wenn sie über gewisse Kompetenzen verfügen. Das Problem: Der AI Act definiert allenfalls schwammig, wer als Betreiber gilt. Es ist beispielsweise fraglich, ob Beschäftigte, die im Arbeitsalltag Programme wie ChatGPT nutzen, nun gewisse Kompetenzen benötigen oder lediglich Beschäftigte, die für einen KI-Anbieter arbeiten und dadurch als Betreiber gelten. Unsere Analyse.

MEINUNG 💬
Die Frage der Woche

Die Auswertung der letzten Frage der Woche

Und hier die neue Frage der Woche: Fährst du einen Verbrenner (Diesel oder Benziner), ein E-Auto oder ein Hybridauto? Antworte uns einfach auf diese E-Mail, wir sind gespannt auf die Antworten der UPDATE-Community! Nächste Woche präsentieren wir die Ergebnisse hier.