Guten Morgen zum UPDATE #497 von BASIC thinking. Heute wichtig: Deutsche Forscher entwickeln Rekord-Solarzelle, Apple schmeißt über 100.000 Apps aus seinem App Store und die aufstrebendsten KI-Unternehmen in Deutschland.

GOOD NEWS ☀️
KI spürt verlorene Fischernetze im Meer auf

Rund 50.000 Tonnen verloren gegangener Fischernetze landen jedes Jahr in den Ozeanen. Diese sogenannten Geisternetze stellen eine Gefahr für Flora und Fauna dar. Die Umweltschutzorganisation WWF Deutschland hat deshalb eine Online-Plattform ins Leben gerufen, auf der Sonardaten hochgeladen werden können. Eine KI wertet diese anschließend aus, um den Ort der Geisternetze zu ermitteln. wwf.de

GREEN 🌱
Deutsche Forscher entwickeln Tandem-Solarzelle mit Rekord-Wirkungsgrad

G. Farias Basulto / HZB

Wissenschaftlern aus Berlin scheint ein Durchbruch in der Solarforschung gelungen zu sein. Sie haben eine sogenannte Tandem-Solarzelle entwickelt, die bezüglich ihres Materialmix eine Rekord-Effizienz von 24,6 Prozent aufweist. Das Besondere daran: eine Kombination aus zwei unterschiedlichen Materialschichten. Während die untere Schicht der Solarzelle aus CIGS besteht, einer Verbindung aus Kupfer, Indium, Gallium und Selen, handelt es sich bei der oberen um eine Perowskit-Schicht. Dieses Material gilt als vielversprechende Alternative zu Silizium. Durch die geschickte Abstimmung beider Materialschichten und die Optimierung der Kontaktschichten konnten die Forscher den Wirkungsgrad der Solarzelle erhöhen. CIGS-Solarzellen haben den Vorteil, dass sie auf flexible Materialien aufgetragen werden können, was neue Einsatzmöglichkeiten eröffnet. Beispiele sind tragbare Geräte, Fahrzeugoberflächen oder gebogene Strukturen. Wir haben uns die Forschungsergebnisse genauer angeschaut.

HEADLINE BUZZ ⚡️
Die wichtigsten News des Tages

EU verpflichtet WhatsApp als “sehr große Online-Plattform”: Die EU stuft WhatsApp nun als „sehr große Online-Plattform“ ein. Der Hintergrund: Der Messenger hat im vergangenen Jahr die Grenze von 45 Millionen EU-Nutzern überschritten. Laut Digital Service Act (DSA) muss WhatsApp seinen Nutzern damit die Option anbieten, illegale Waren, Dienstleistungen oder Inhalte zu melden und zu entfernen. Der Messenger muss zudem seine Werbeaktivitäten einschränken. chip.de

KI beeinflusst Wahlkampf in Deutschland: Desinformation stellt auf politischer Ebene ein immer größeres Problem dar – auch vor Wahlen. Neben klassischen Falschinformationen kursieren im Netz jedoch auch immer mehr Deepfakes. Diese KI-generierten Inhalten können politische Meinungen und damit auch Wahlergebnisse beeinflussen, indem sie Menschen täuschen. swr.de

Apple kickt 135.000 Apps in der EU aus seinem App Store: Apple hat in seinem App Store in der EU ordentlich durchgefegt. Auf einen Schlag sind 135.000 Apps verschwunden – zumindest vorerst. Hintergrund ist eine Regelung des Digital Service Act (DSA), die App-Anbieter dazu verpflichtet, bestimmte Händlerinformationen anzugeben. heise.de, techcrunch.com

DAZN schließt Milliardendeal mit saudi-arabischem Investmentfonds: Sport-Streaminganbieter DAZN hat einen Deal mit einem Sportinvestmentfonds aus Saudi-Arabien geschlossen. Sportbegeisterten im Mittleren Osten soll damit der Zugang zu Live- und On-Demand-Inhalten erleichtert werden. Zuvor hatte sich DAZN die Rechte für die neue Klub-WM der Fifa, die 2034 in Saudi-Arabien stattfinden soll, für eine Milliarde US-Dollar gesichert. Eben jenen Betrag erhält das Unternehmen nun vom saudi-arabischem Investmentfonds. Kritiker sprechen von einem Ringtausch. spiegel.de

TECH 🤖
KI-Unternehmen aus Deutschland: Das sind die 5 Pioniere

Durch die Veröffentlichung von ChatGPT hat das Thema Künstliche Intelligenz in der öffentlichen Wahrnehmung an Bedeutung gewonnen. Wenn von KI-Tools die Rede ist, fallen jedoch oft Namen von ausländischen Unternehmen wie OpenAI, Google oder Meta. Doch Deutschland muss sich in Sachen Künstliche Intelligenz nicht verstecken. Denn auch hierzulande gibt es einige erfolgreiche KI-Unternehmen. Schätzungen zufolge wird der Markt im Jahr 2025 ein Volumen von rund 9,45 Milliarden Euro erreichen. Bei einer prognostizierten Wachstumsrate von knapp 28 Prozent, könnte KI bis 2030 ein Marktvolumen von rund 32 Milliarden Euro einnehmen. Doch welche KI-Unternehmen in Deutschland würden zu diesem Wachstum beitragen? Ein Überblick.

MEINUNG 💬
Die Frage der Woche

Die Auswertung der letzten Frage der Woche

Und hier die neue Frage der Woche: Hast du schon mal KI-Produkte wie ChatGPT, DeepSeek und Co. genutzt (privat oder beruflich)? Antworte uns einfach auf diese E-Mail, wir sind gespannt auf die Antworten der UPDATE-Community! Nächste Woche präsentieren wir die Ergebnisse hier.

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